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Bei den Mechanismen der Beeinflussung geht
es vor allem um drei Formen: welche Informa-
tionen dargeboten und welche weggelassen
werden, die inhaltliche Rahmung von Themen
(Framing) und deren Bewertungen. Zu allen
diesen Mechanismen gibt es eine Fülle empiri-
scher Forschung, die erstens deren Vorkommen
in den Medien und zweitens deren Wirkung
auf die Wähler nachweisen. So weiß man, dass
die Themen, die die Medien besonders betont
haben, vom Bürger nicht nur ebenfalls als die
wichtigsten Themen angesehen, sondern auch
als Bewertungshintergrund für das politische
Personal herangezogen werden (Priming-Ef-
fekt).
Zu den aktuell wichtigen Themen gehört die
Frage, ob sich der Medieneinfluss unter den
Bedingungen des Internets verringert. Zwar
gibt es heute eine Unzahl von digitalen Quellen
– von Webseiten verschiedenster Organisatio-
&
Wo kann man das nachlesen?
Kepplinger, H. M. (2010). Medien und Poli-
tik im Spiegel von 60 Jahren empirischer
Forschung. In: Faulbaum, F. & Wolf, C.
(Hrsg.): Gesellschaftliche Entwicklungen
im Spiegel der empirischen Sozialfor-
schung. Wiesbaden: VS, S. 111-139.
Traditionelle Medien wie
das Fernsehen sind noch
immer die wichtigste Infor-
mationsquelle für viele
Wähler - im Bild die CNN-
Berichterstattung über den
neu gewählten US-Präsiden-
ten Barack Obama.
nen über Blogs bis zu den sozialen Netzwerken
– die sich gerade in Wahlzeiten zu Wort melden.
Auch haben die Parteien ihre Web-Aktivitäten
enorm erhöht. Derzeit sind diese Quellen aber
sowohl in der Nutzung als auch für die Urteils-
bildung der Wähler noch weniger bedeutsam
als traditionelle Medien, insbesondere das
Fernsehen.
Wolfgang Donsbach,
Technische Universität Dresden
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